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Probleme mit dem Server...

führen dazu, dass wir Euch nur die Ergebnislisten vom Vorjahr zur Verfügung stellen können - so die Orga vom diesjährigen Stadtlauf in Pfaffenhofen...

Lassen wir mal aussen vor, was so schwer daran sein kann, ein paar PDFs ins Netz zu kacheln... aber der Schock, als ich meine Zeit vom Vorjahr erblickte war doch nicht ganz ohne.

Denn heuer war ich schneller. Und zwar um mehr als eine Minute. Anfang Juli bereits eine sichere 39er-Zeit ist für mich eher ungewöhnlich. Und das noch dazu auf einem nicht ganz flachen Kurs.

Stadtlauf in Pfaffenhofen bedeutet immer Budenzauber auf drei Runden sowohl durch die Innenstadt als auch durch die Ilmauen. Eine wirklich lustige Sache. Preislich eher am oberen Bereich des Erträglichen, aber nun gut, es ist halt dafür auch eine wirklich schön organisierte Veranstaltung.

516 Teilnehmer kamen dieses Jahr ins Ziel und das sorgte am Start für eine gewisse Spannung. Aber zum Glück standen wir diesmal weit vorne, so dass der erste Kilometer mit 3:43 prima lief. Kilometer 2 ein bisschen gebremst (7:43), Zwischenzeit bei Km 5 mit 19:26 absolut ok...

Traditionell spannend wird es bei mir ja immer im siebten und achten Kilometer. Da muss das Tempo - egal wie - gehalten werden. Ist in Pfaffenhofen nicht so ganz einfach, denn zu Beginn der dritten Runde geht es wieder bergauf und das davor leicht überzogene Tempo wurde prompt mit heftigem Seitenstechen quittiert. Letztendlich war das alles aber auch noch im sub40-Bereich (31:31).

Und dann ab ins Ziel. Kilometer 9 in 4:01 und dann war das Ding gegessen. 39:18 netto bedeuten Platz 36 und damit bin ich mehr als zufrieden.
8.7.07 22:18


Neulich im Startblock...

war langes Warten angesagt. 15 Minuten vor Start sollte man sich in Stuttgart beim Halbmarathon schon einfinden. Das ist schon klar. Ist ja immerhin einer der größten Halbmarathonläufe in ganz Deutschland.

Dumm nur, wenn dann der Start um weitere 25 Minuten verschoben wird, weil die Strecke nicht freigegeben werden kann. Man hört so gerüchteweise etwas von einem LKW, der wohl unpassend steht und da deshalb kein Startschuss erfolgt, warten wir eben weiter. In der prallen Sonne. Auch das mag ich nicht besonders. Aber was soll man machen?

Dabei hat bisher alles reibungslos funktioniert. Anfahrt problemlos, Auto auf dem riesigen Parkplatz am Gottlieb-Daimler-Stadion abgestellt, Startnummer geholt, etwas warmgelaufen, eigentlich prima. Und dann steht man hier wie Falschgeld rum. Zeit zum Grinsen. Andere hingegen sitzen schon leicht genervt auf dem Boden. Und auch leichte Unmutsäußerungen machen die Runde. Köstlich!

Natürlich geht es dann irgendwann doch auf Strecke. War doch klar. Die Müdigkeit in den abgekühlten Muskeln hält sich in Grenzen und es geht auf einer ewig breiten Straße Richtung Süden. Die ersten beiden Kilometer sind zu schnell, 3:55 und 8:00, aber egal.

Die heutige Taktik ist schnell erklärt, sie ist nämlich wie bei fast jedem Halbmarathon in diesem Jahr, Kilometer zwischen 4:10 und 4:15, so dass ich irgendwie sub 1:30 reinkomme. Je nach Fähigkeit zur Endbeschleunigung (Bad Füssing, 1:25) oder zum Unterzucker (Gröbenzell, 1:33) ist die Bandbreite der zu erreichenden Zeit beträchtlich.

Egal, es geht um eine 180 Grad-Kurve unter den Bahngleisen hindurch wieder parallel zu den Gleisen hoch nach Bad Cannstatt. Auf den folgenden Kilometern darf man nun die meisten Höhenmeter dieses Kurses laufen, aber die Zeiten passen, immer so um 4:10. Und der eine oder andere schattige Abschnitt ist auch dabei, so dass die Sonne uns noch nicht voll erwischen kann. Kilometer 5 bei 20:24 - heieieieiei - und bei Kilometer 6 sind wir oben. Sogleich geht's wieder kräftig runter zum Neckar, den wir aber nicht überqueren.

Nun wird es fein. Und so ganz verstehe ich nicht, warum der Lauf evtl. in 2008 durch die Innenstadt gehen soll. Denn der Abschnitt bis Kilometer 14 ist absolut toll, Weinberge rechts, der Neckar links, die Straße gut zu laufen und ziemlich flach, wunderschön! Und es läuft gut, die Ortsteile fliegen nur so vorbei. Kilometer 10 in 41:06, 4:07er-Schnitt, mal sehen, wie lange das hält...

Ziemlich genau bis zu Kilometer 14 läuft es so weiter. Auf der westlichen Seite wieder Neckaraufwärts, schmale Straße, trotzdem sensationell gut zu laufen. Im Ortsteil Münster kommt die erste Müdigkeit. Und auf der Neckartalstraße dann ein genauer Blick auf die Uhr: 57:24. 

Das bedeutet, dass ich mit 1:27 reinkomme, wenn ich die letzten 7 Kilometer in 30 Minuten laufe. Macht 4:17er Schnitt. OK, das muss machbar sein. Zulegen - wie seinerzeit in Füssing - kann ich jetzt aber auch nicht mehr. Die Gruppen wechseln ziemlich durcheinander und es entwickelt sich ein heiteres Rennen. Über die Neckarbrücke wieder zurück, die beiden folgenden Kilometer laufen besser, aber so 2, 3 Sekunden weniger sind dann doch nicht drin.

Wieder zurück in Bad Cannstatt zieht mich eine Sambaband am Ende einer langen Gerade nochmal richtig mit und das mit den Zuschauern an der Strecke war schon prima. Ein paar kräftige Ecken und Kurven sowie eine unerwartete Steigung lassen mich die 1:26 ad acta legen und auch der Rest der Strecke dauert ziemlich lang.

Zum Schluss dann noch der Einlauf in das Stadion des amtierenden deutschen Fußballmeisters. Gefühlte 96 Grad auf der Tartanbahn, in 1:27:14 durch und erst mal ab in den Schatten. Dazu ein paar Becher Wasser, die restliche Verpflegung ist gut versteckt wohl unter der Untertürkheimer Fankurve (ich habe sie jedenfalls nicht gefunden). Macht aber auch nicht wirklich etwas, nach einem Halbmarathon brauche ich eh nicht so viel.

Und außerdem gibt's ja noch ein privat gesponsertes Erdinger Alkoholfrei von meinem guten alten Kumpel Gerd, der eigentlich ja auch mitlaufen wollte, dies aber aufgrund von fehlenden Trainingskilometern dann doch bleiben ließ. Obwohl das ne prima Vorbereitung für Tübingen gewesen wäre. Sei's drum, das Weizen war superkalt und wir plauderten noch über vergangene Zeiten in gemeinsamen IT-Projekten und über die nächsten Läufe, so dass die Zeit ruckizucki vorbei ging.

Fazit: 1:27 ist derzeit absolut ok. Die Müdigkeit im letzten Drittel muss ich wohl akzeptieren, da fehlen noch die Grundlagen. Und der Lauf war richtig  schön und ist sicherlich auch in den Folgejahren mal wieder dran....
25.6.07 22:22


Feldwege im Altmühltal

Neben mir wird ein hochkritisches Thema diskutiert. Der Gurt des Gelflaschen-durch-die-Gegend-schlepp-Gürtels hat wohl die echt unangenehme Eigenschaft, das darunterliegende T-Shirt mechanisch anzugreifen, sprich aufzurauhen… Ja so etwas aber auch! Deswegen der Ansatz, den Gurt mit Küchenpapier(!!) zu umwickeln… Wie das wohl auf Regen, Wasser aus dem Schwamm oder gar Schweiß reagieren wird? Köstlich…

Wozu man(n)/frau allerdings heute einen Gel-/Getränkegürtel braucht, erschließt sich mir leider nicht. Die moderate Wärme von 22 Grad dürfte auf der bekannt schattenlosen Strecke im Altmühltal sicherlich zum Schwitzen provozieren, aber eine Hitzeschlacht wird es bestimmt nicht. Und der Veranstalter hat immerhin fünf Isostellen aufgebaut, alles vorbildlich…

Ach ja, ich stehe am Start des 3. Jura-Halbmarathons in Beilngries im schönen Altmühltal. Als Rahmenprogramm wird auch ein so genannter Fun-Run angeboten, deklariert als 10er, in Wahrheit aber nur 9,5 Kilometer. Früher hätte ich mich über einen derartigen Etikettenschwindel aufgeregt, mit zunehmender altersbedingter Ruhe nimmt man das mittlerweile aber viel gelassener.

Für mich bedeutet das den dritten Wettkampf innerhalb von sieben Tagen und schon beim Warmlaufen merke ich eine latent vorhandene Muskelmüdigkeit… ach, was tue ich eigentlich hier… richtig, mein im Voraus gebuchtes Funktionsshirt wollte ich dann nun doch nicht faulheitsbedingt verfallen lassen.

Das bunt gemischte Volk wird pünktlich um 17 Uhr auf die Strecke geschickt, alles ohne Probleme, denn die ersten 800 Meter führen stadtauswärts auf der Ingolstädter Straße, besser geht es nicht, das Feld verteilt sich schnell und alles läuft prima.

Bei Kilometer 1 (3:50) geht’s in die Felder und dort grünt und blüht so ziemlich alles, was der geneigte Heuschnupfenpatient mag, Gräser, Getreide, die volle Bandbreite. Dazu ein staubiger Schotterweg und Sonne von oben sowie Wind von hinten. Doch erstaunlicherweise macht mir das heute nichts. Km 2 in 7:50, alles im Plan, das Feld sortiert sich, schöne Ausblicke nach rechts und links auf die Hänge des Juras, feine Sache.

Kurz vor Kilometer 3 tauschen wir zu meiner Freude den Schotter gegen einen astrein asphaltierten Wirtschaftsweg ein und es geht ganz leicht bergab nach Kottingwörth, einem Dorf zwischen Beilngries und Dietfurt…

Dort teilen sich die Strecken, die Halbmarathonis laufen weiter und wir wieder zurück nach Beilngries. Erste Isostelle, und wo kommt denn jetzt auf einmal dieser Gegenwind her, dazu noch leicht bergauf und auf Split?

Km 5 in 19:46 und wir sind nicht mehr allzu viele auf der Strecke. Ganz weit entfernt ein einzelner Läufer, kurz vor mir eine Dreiergruppe und knapp hinter mir noch ein einzelner Läufer… Die folgenden Kilometer beschäftige ich mich nun damit, die Gruppe vor mir nicht aus den Augen zu verlieren. Der Hintermann fällt etwas zurück - die Kilometer 6 und 7 bieten wieder gut zu laufende Feldwege südlich von Beilngries - und entgegen des Gefühls beim Warmlaufen läuft es heute richtig gut.

Kilometer 8 - wieder in Beilngries auf der Ingolstädter Straße - noch eine Isostelle und die nutze ich traditionsgemäß, um an die Gruppe vor mir ranzukommen. Einer der drei ist schon vorne weggelaufen, den dritten überhole ich jetzt und mit dem mittleren Kollegen werde ich mich nun auf den restlichen 1500 Metern fröhlich duellieren…

Die freundlichen Männer in grün weisen uns den Weg nach links und es kommt nun noch eine Extraschleife, damit wir quasi von der anderen Seite in die Altstadt hineinlaufen. Die Ecken und Kanten verleiten nicht gerade dazu, frühzeitig einen Endspurt anzusetzen, doch spätestens beim Km 9-Schild geht’s los… noch eine Kurve, dann kommt die Altstadt mit dem Stadttor und ich ziehe los… ein paar Meter vorneweg… mal sehen.

Das hätte ganz schön schief gehen können, denn es sind dann immer noch gut 300 Meter zum Ziel und gegen einen Mittelstreckler würde ich jetzt echt Probleme bekommen. Aber es reicht.

Super Stimmung im Zieleinlauf, prima Verpflegung, nette Leute, ein wirklich schöner Lauf. Platz 6 im Gesamtklassement ist bei gerade mal 30 Leuten im Ziel nicht wirklich bedeutend, aber die Zeit ist ok: 37:25.

Spannend hingegen wird es nächste Woche in Stuttgart: Da wird’s dann wirklich ein Halbmarathon. Vielleicht nehm ich ja auch mal ne Rolle Küchenpapier mit ;-)


17.6.07 14:38


Neues von der Tartanbahn

Erfrischender Ausklang eines Arbeitstages beim 5000-Meter-Lauf im Rahmen des Karlsfelder Läufercups. Die Tartanbahn und das Stadion dort sind ja bestens vom Zieleinlauf des Seelaufes bekannt und somit war die Anreise völlig unproblematisch.

Und auch das Wetter spielte mit, es war zwar grausam schwül und auch recht windig - aber der befürchtete Gewitterschauer blieb dann glücklicherweise aus. Zusammen mit der reibungslosen Organisation war also alles für eine neue Jahresbestzeit vorbereitet.

Nachdem ich Miguel im D-Lauf angefeuert hatte und er das Ganze auch höchst zufrieden stellend ins Ziel gebracht hatte, war ich an der Reihe. C-Lauf, 18:00 - 19:30, mir war schon klar, dass ich da eher im hinteren Teil des Feldes landen würde. Der Start gleich ziemlich zackig und ich war sofort in der Kurve weit hinten. Was nun bei 5000 nicht wirklich schlimm ist. Schnell fanden sich die Gruppen und mit 18:45 hatte ich nun wirklich einfache 90er-Rundenzeiten zu laufen, der mathematische Teil des Abends erschien somit machbar.

Kilometer 1 und 2 waren in Ordnung. 3:40 und 3:46 macht 7:26. Das war prima. Doch dann schlich sich ein wenig der Schlendrian in unsere Dachau-Augsburger Gruppe ein und der folgende Kilometer wurde mit 3:51 verbummelt.

Noch einmal 5 Runden und es war schon sehr zäh, Beine, Muskeln, Atmung, nicht wirklich locker. Und dann fiel die Gruppe noch auseinander, so dass es noch schwieriger wurde. Überflüssig zu erwähnen, dass die Rundenzeiten immer suboptimaler wurden. Somit wurde es dann nichts mit einer sub19, aber 19:08 war zumindest nicht ganz übel.

16.6.07 11:41


Musst Du Dir denn immer wieder bestätigen...

... wie schlecht Du läufst?

Zugegebenermaßen, diese Art der Motivation muss man erst einmal auf sich wirken lassen. Da kommt man müde, abgekämpft und relativ ausgedörrt vom sonntäglichen Wettkampfevent zurück und der heldenhafte Einsatz dort draussen in der altbayerischen Frühsommerhitze wird scheinbar gar nicht so richtig wahrgenommen.

Ernsthaft: Es ist Nebensaison. Tempoläufe sind motivationsmäßig nur schwer zu vermitteln und so liegt es immer mal wieder nahe, einen kurzen Wettkampf ins Trainingsprogramm aufzunehmen.

Heute also der Dultlauf in Altötting. Ein im wahrsten Sinne des Wortes echter Kirmesbudenlauf, denn gleichzeitig findet tatsächlich die Altöttinger Dult statt. Diese Läufe sind von der Machart her immer gleich... ein paar Runden um oder an dem Vergnügungsgelände entlang, nur selten geprägt von landschaftlicher Vielfalt und schönen Ausblicken.

Auch heute gab es vier Runden, Start und Ziel allerdings vorbildlich auf dem Gelände des TV Altötting, so dass die Infrastruktur als sehr gut zu bezeichnen war. Zum Parken bot sich die benachbarte Prälat-Uttlinger-Straße an, ein Ehrenbürger der Stadt, nun gut...

Nun kann man sicherlich darüber streiten, ob 10 Uhr als Startzeit zu 
dieser Jahreszeit nicht etwas spät ist. 25 Grad und nur sehr wenig 
Schatten auf der Strecke sind nicht grad der Hit. Aber noch schlimmer
wird's für die Kids gewesen sein, deren Starts fanden nämlich erst ab
11 Uhr statt.

Ansonsten war's ok. 5 Euro Startgeld und die Orga passte. Nur die
Kilometerschilder fehlten leider. Und das ging dann bei mir gleich schief. Mit der 40:08 aus Mindelheim war die Zielrichtung 39:30. Bei dieser Witterung, dem aktuell akuten Heuschnupfen und ein paar sonstigen Wehwehchen sicherlich utopisch. Aber egal.

Die erste Runde in 9:37 (das ist knapp 3:50er-Schnitt, viel zu schnell) und auch die zweite Runde war nicht optimal. Danach ging gelinde gesagt gar nichts mehr und die Beine wurden schwerer und schwerer.

Wenigstens den Endspurt um Gesamtplatz 33 (von 164 Teilnehmern im Ziel) habe ich dann noch gewonnen. Endzeit: 40:55. Meine eigene Uhr zeigte etwas anderes, aber das soll mir jetzt auch egal sein. Minimum drei Minuten quer auf der Tartanbahn gelegen und nur noch Wärme abgestrahlt...

Wie schön war da doch der Regen in Mindelheim.....
 


10.6.07 23:45


Besuchen Sie die malerische Altstadt....

steht da am Ortseingang von Mindelheim im Unterallgäu....

OK. Mach ich doch gerne. Heute findet dort nämlich mal wieder der Altstadtlauf statt. Laut Internetseite eine interessante Strecke. Stimmt auch, es handelt sich um fünf Runden zu je 2 Km, was in der Gesamtsumme dann 10 ergibt.

Die Besonderheit: Eine Runde hat - wenn ich es richtig gezählt habe - mindestens 18 Kurven, viele davon gnadenlos im 90 Grad Winkel. Also sicherlich keine Bestzeitenstrecke, aber das kommt mir auch jedes Jahr entgegen, denn nach dem Jahresurlaub und dann noch mitten in der Heuschnupfensaison strotze ich nicht grad vor Leistungsfähigkeit.... man buche das also prinzipiell als schnelle Trainingseinheit.

Nun könnte man sich an dieser Stelle sicherlich die Anfahrt sparen und denselben Effekt durch einen schnellen Trainingslauf hier in den heimischen Hopfenhügeln erzielen. Klar. Sicher. Aber ich bin halt faul im Training und nur durch den Wettkampfbudenzauber zu einigermaßen schnellem Laufen zu motivieren.

Die Zielvorgabe heute ist erträglich. 41 Minuten, d.h. 4:06 pro Km. Das müsste drin sein. Dachte ich aber im letzten Jahr auch und kroch dann mit einer unterirdischen 42:37 ins Ziel, das soll heute nicht nochmal passieren.

7 Grad (wenigstens über Null) und es regnet. Und es wird auch den ganzen Nachmittag schütten. Für mich bekanntlicherweise überhaupt kein Problem, ich laufe gern bei diesem Wetter. Nur die scharfen Kurven auf nassem Kopfsteinpflaster könnten da a bissi spannend werden.

Zu schlimm darf man sich das dann aber auch nicht vorstellen. Der Start auf breiter Straße funktioniert wie immer einwandfrei und los geht's in die Häuserschluchten von Mindelheim... erste Runde, 7:55, absolut ok, Runde 2 in 15:58, na das sieht doch gar nicht so schlimm aus...

Runde 3 mit zusammengebissenen Zähnen an der Gruppe dranbleiben, das ist schön in Mindelheim, man läuft nicht allein und die Kurven sind durchaus kurzweilig...

Runde 4, da entscheidet sich immer bei mir die "Hausnummer" der Endzeit, 32:04, es wird eng mit der sub40, aber nun mal ehrlich, wer hätte das erwartet.... es läuft doch klasse!

Km 9 = 36:06, da ist sie weg, denn es kommen noch ein paar üble Kurven, aber das macht nichts. Von hinten überholt mich niemand mehr und mit 40:08 renne ich ins Ziel, klatschnass, aber durchaus noch ganz gut drauf.

Und so wandelt sich der Lauf in Mindelheim so langsam zu einer festen Größe in meinem Wettkampfkalender. Schöne Sache!

Nächstes Wochenende ist dann übrigens Wettkampfpause. Nicht einmal ich habe einen Wettkampf gefunden, der für mich einigermaßen Sinn macht. Wer also Lust auf einen 2+x-Stunden-Trainingslauf am Sonntag hat, möge sich mal unauffällig melden ;-)
28.5.07 21:18


Halb ist lang genug...

Wie soll man eine 1:30:32 beim Halbmarathon in Wien einstufen? Positive Denkweise vorausgesetzt könnte ich jetzt sagen, vor genau einem Jahr in Ingolstadt war ich nochmal neuneinhalb Minuten langsamer und bin mit Unterzucker völlig fertig ins Ziel gedackelt...

Da war der Zieleinlauf am Sonntag auf dem Heldenplatz in Wien doch deutlich stilsicherer. Eigentlich auf Marathon gebucht, doch der Trainingsrückstand der letzten Wochen ließ mich schnell mit der halben Distanz Freundschaft schliessen. In Wien kein Problem, man läuft einfach nach der Hälfte ins Ziel, nimmt eine kleinere Medaille in Empfang (ich sammel das Altmetall sowieso nicht) und hat es dann geschafft.

Schön war das. Genau richtig. Denn die ganze Distanz wäre aufgrund der doch latent vorherschenden Wärme nicht wirklich spannend gewesen. So bezieht sich die Beschreibung der Strecke also nur auf die ersten einundzwanzig Kilometer.

Der Start am anderen Donauufer ist klasse. Kenianische Verhältnisse, ich stehe im blauen Block (und gehöre da auch hin) weit vorne, so dass ich nach fünf(!) Sekunden über die Matte bin... Über Friedensbrücke und Praterstern geht es zum Warmlaufen in den Prater selbst, noch schattig, ohne Gedränge, schön zu laufen...

Na so wirklich toll fühle ich mich nicht, aber das macht nichts, denn irgendwie bringe ich das so durch und laufe auf sub 1:30 an, das ist so etwa 4:10 - 4:15... Klappt auch ganz gut, Km 5 in 20:55, raus aus dem Prater, am Ufer des Donaukanals entlang, sonnig, aber nicht schlimm, weiter in die Innenstadt... schöne Stadt.. wirklich schön...

Innenstadtring, stilvoll und schattig, ab und zu etwas klassische Musik, Zuschauer durchaus vorhanden, dann links weg und auf der linken Wienzeile am Naschmarkt vorbei hoch zum Schloß Schönbrunn.

Genau, das Zauberwort lautet "hoch"... denn es geht zwar nur leicht, aber mehrere Kilometer ständig bergauf, schattenlos, schwitzend und man möchte sich gar nicht vorstellen, wie das hier bei richtiger Hitze abgehen würde...

Flexibel wie ich nun einmal bin, hake ich bei Kilometer 16 auch die 1:30 ab, macht aber auch nichts, es geht jetzt nur noch bergab zum Heldenplatz, womit nur die Straße, nicht aber mein Zuckerspiegel gemeint ist...

Noch etwas Stimmung bei der Verpflegungsstelle etwa bei Kilometer 17, denn es gibt auch im Bereich von 1:30, d.h. 3:00 über Marathon tatsächlich so Spaßvögel, die mitten in der Isostelle stehen bleben und sich dann auch noch wundern, wenn sie von hinten fast über den Haufen gelaufen werden... sanftmütig wie ich ja generell bin, beließ ich es bei einer mündlichen Verwarnung "oh Mann, nicht stehen bleiben"... und die hochdeutsche Antwort "Halt die Fres..." zeigte auch, dass der Adressat die mahnenden Worte meinerseits korrekterweise auf sein unverzeihliches Fehlverhalten bezogen hatte ... schön...

Fröhlich pfeifend bzw. röchelnd noch die letzten Kilometer zur Hofburg runter, durchs Ziel durch... und geradewegs der Radioreporterin von "Arabella Wien" vor das Mikro gestolpert....

... "und was machen Sie jetzt als Erstes?"...
... "Meine Frau suchen und dann duschen gehen..."

Mal ehrlich, was soll ich denn sonst machen?

Egal. Es war schön. Und natürlich könnte ich jetzt noch die Fotos vom Heurigenbesuch unserer Lauftruppe hier reinhängen. Mach ich aber nicht. Versprochen.

Stattdessen Grüße an die Laufkollegen Maddin und Steffen sowie den sibirischen Winzer, der mit seinem Zweigelt den Abend so lustig machte...

1.5.07 19:54


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