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Ich bin ein Roadrunner!

Seit heute früh bin ich mit dabei - in der vereinsinternen Roadrunnerwertung meines Laufvereins in der alten Heimat. Eine hochkomplizierte Angelegenheit mit erheblichem Spaßfaktor, bei der unter anderem eine Bedingung ist, aus den fünf Wettkampfstrecken 5 Km, 10 Km, 15 Km, Halbmarathon und Marathon mindestens vier Strecken als Ergebnis einzubringen. 

Die 10 und der Halbmarathon sind dabei natürlich easy, das läuft ja wirklich jeder innerhalb eines Kalenderjahres mal. Marathon ist deutlich trainingsintensiver und daher nicht immer so ohne weiteres dabei. Also bleiben 5 und 15. Die 15 gibt's in Süddeutschland so gut wie nie, aber da ich ja Mitte Januar schon in Rheinzabern war ist auch das kein Problem.

Nur noch die 5. Für so etwas zieht man ja meistens nicht einmal die Schuhe an, außerdem wird diese Strecke nur selten angeboten und meistens ist es dann auch noch ein krumm mit GPS oder gar nicht vermessener Hobbylauf.

Nicht so in Augsburg. Da ist alles meisterschaftstauglich DLV-vermessen, da steht jeder Kilometer richtig, da ist die Strecke schnell und schön. "Masse und Klasse" hieß es heute aus dem Mikro und genauso war es dann auch.

Nach dem Startschuß allerdings war erst mal Sortieren angesagt, denn auf den ersten zwei-, dreihundert Metern stürmte jede Menge Jungvolk an mir vorbei und es dauerte dann doch immerhin bis Kilometer 1 bis ich warmgelaufen war und die Kids müde wurden.

3:40 - nun, das ist wenigstens nicht zu langsam. Da ich allerdings im Moment nicht so recht einschätzen kann, wie ich drauf bin - die Krankengeschichte dieser Woche erspare ich meinem geschätzten Leserkreis natürlich - blieb eine Restunsicherheit, die allerdings spätestens bei Kilometer 3 (11:25) verschwand, es würde zumindest für eine sichere 19 reichen und das Jahr ist ja noch lang...

Kilometer 4 in 15:18 - schön, es wird sogar eine gute 19er-Zeit, aber für sub19 reicht es dann wahrscheinlich doch nicht. Raus aus dem schönen Wald - ich glaub, auf dieser windgeschützten, schattigen Waldstrecke kann man wirklich gute Zeiten laufen - und ab in Richtung Sportanlage Süd...

Hätte ich gewußt, dass ich den letzten Kilometer tatsächlich noch in 3:42 laufe, ein paar Sekunden mehr wären sicherlich noch drin gewesen. So zeigte die Uhr im Ziel 19:00...

Und nun warten wir mal auf die offizielle Ergebnisliste!

Schönen Restsonntag Euch allen!
22.4.07 13:00


Ich muss noch in den Baumarkt

Früher war Freizeitsport viel, viel einfacher. Heutzutage befindet man sich als Feld-, Wald- und Wiesenläufer permanent im Stress... kleines Beispiel gefällig?

15 Uhr 35, Hastiges Durchlaufen des Ziels beim diesjährigen Mainburger Crosslauf, ganz schnell in den Schatten, Restbestandteile der Lunge sortieren, rumhecheln, zwei Becher trinken, noch ein bisschen auskeuchen, kurze Gesamtanalyse des soeben beendeten Laufes mit Uli und dann gleich wieder mit den Worten "Ich muss noch in den Baumarkt" sich verabschieden und ab zum Auto... Es ist heiss, verdammt heiss und das Auslaufen bergab an der Theresienhütte entlang zum ordnungsgemäß abgestellten Kraftfahrzeug vertreibt den Schweiss auch nicht so wirklich...

15 Uhr 42, Trainingsklamotten drüber ziehen, Handtücher ins Auto werfen und ab... überflüssig zu erwähnen, dass auch die Klimaanlage im Astra gerade nicht funktioniert, der frühe Sommeranfang Mitte April macht alles wohl etwas anfälliger...

Wieso eigentlich dieser ganze Stress? Ich muss noch in den Baumarkt. Rindenmulch für den heimischen Garten, war bisher in dieser Woche terminlich überhaupt nicht drin - und wenn ich mal da war, hieß es einfach "ausverkauft"... Denn Rindenmulch ist scheinbar zu Beginn der Gartensaison hier im altbayerischen Kulturland wertvoller als Gold.

Und weil der einheimische Baumarkt nun einmal aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen um 16 Uhr am Samstag schließt - wie übrigens alle Bau- und Gartenmärkte hier im Landkreis - haben wir nun etwas Stress. Wohingegen jeder Lebensmitteldiscounter länger auf hat. Aber ich kann mir ja keinen Pizzakäse in den Garten streuen...

15 Uhr 51, Erreichen des Parkplatzes des Eldorados für Handwerker und solche, die es nie werden wollten. Rappelvoll. Natürlich. Hat jemand wirklich erwartet, dass die komischen Öffnungszeiten echt bedarfsorientiert sind? Weiowei....

15 Uhr 53, es gibt zwei Arten von Einkaufswagen. Ganz normale (für Krimskrams, Gartendeko-Schnukeldingsgedöns und Stauden aller Art) und die flachen, auf die man säckeweise Säcke stapeln kann. Letzteres wäre für mein Vorhaben ideal. Sind aber alle weg. Muss man wahrscheinlich drei Tage im Voraus reservieren oder sie werden nur an Premiumkunden mit einem Jahresumsatz von mindestens 8,4 Mio. Euro vergeben...

15 Uhr 54, verweichlichte Männer würden jetzt weinend verzweifeln. Ich aber nicht. Also todesmutig einen normalen Schnucki-Gedöns-Sammeleinkaufskarren geschnappt und ab ins Freigelände. Vielleicht ist es das technische Studium in meiner Jugendzeit, das mich befähigt, sechs Säcke ordnungsgemäß auf diesen Murmelschubser zu packen. Vielleicht aber auch nur der pure Drang nach Gartenarbeit. Gut, die Fahreigenschaften sind a bissi suboptimal (und die Kurvenlage schlichtweg sch****), aber ich erreiche die Kasse. Immerhin. Und die etwas kräftigere Frau neben mir in der Warteschlange hat genau so einen roten Kopf wie ich... obwohl sie bestimmt nicht beim Lauf dabei war...

15 Uhr 58, das Wechselgeld wird knapp. Der Kunde vor mir muss sogar seine Angebetete rufen, die ihn mit einem exorbitant hohen Kleingeldbetrag rauskaufen muss...

16 Uhr 00, Erinnerungen an die legendäre Bäääybeck-Geschichte an der fränkischen Tankstelle auf der Fahrt zum Scheinfelder 10er werden wach... Die Gesamtrechnung macht 10 Euro 64. Ein Eis für 50 Cent hab ich mir noch gegönnt. Gefühlte Körpertemperatur sind 57 Grad, am liebsten hätte ich mich in die Eistruhe gesetzt. 20 Euro in Scheinform sollen diesen Luxuskauf bezahlen und die unausweichliche Frage lautet natürlich.... "Aaaaahhhnnn Euuro host net?"

In meinem fortgeschrittenen Alter finde ich es natürlich prizipiell sympathisch, dass ich noch geduzt werde... nichtsdestotrotz muss ich selbstverständlich wahrheitsgemäß antworten, dass dem nicht so ist.... und schon habe ich es geschafft, die Bank ist gesprengt, dat Wechselgeld ist alle und die Kassenbedienste macht sich auf ins kilometerweit entfernte Büro, um dann nach einiger Zeit (ca. zwei Minuten, gefühlte acht Stunden) tatsächlich mit ein paar Rollen Münzgeld wieder zu erscheinen. So ein Eis hat übrigens 60 KCal... ich hatte ja acht Stunden Zeit, die auf der Packung abgedruckte Nährwertanalyse zu lesen

16 Uhr 03, der Outdoor-Area-Fachconsultant (der Lehrling) räumt schon die Aktionsware rein und ich habe ca. ein Kilo Münzwechselgeld in meiner Trainingshosentasche, schaffe es aber dennoch, die Unmengen an Rindenmulch ins Auto zu wuchten... ab nach Hause... ein schöner Tag...

Ach ja, gelaufen bin ich natürlich auch noch. Hätte ich jetzt fast vergessen. Es begann bei der Vorbereitung: Crosslauf in Mainburg, das klingt doch schon mal super. Crosslauf, das bedeutet Spikes und jede Menge Dreck und kalter Matsch, Dauerregen, Schnee und was weiss ich noch was...

Ok, ok, streichen wir das alles. Die Crossschuhe konnte ich schon vor dem Start wieder ins Auto werfen. Waldbrandgefahr, staubige Wärme, knochenharte Waldwege und auch die Wiesenabschnitte waren top zu laufen, alles fest, alles trocken.... eigentlich wirklich schade...

Dafür hatte es der Kurs wirklich in sich. Fünf Runden, insgesamt so etwa 7,5 Kilometer mit zwei harten Anstiegen, die natürlich beide komplett in der vollen Sonne lagen... Eine bunte Mischung aus Profis, Freaks und Hobbyläufern - und wenigstens hat mich der Sieger nicht überrundet.

Die Zeit war mit 35:05 natürlich wieder mal grottenschlecht, aber irgendwie waren die Beine auf den letzten beiden Runden so schwer, dass es eigentlich nur noch um "Platz halten" ging, was dann auch letztendlich gelang...

Übrigens eine schöne, kleine, unkomplizierte Veranstaltung, sicherlich bin ich da auch im nächsten Jahr wieder mit dabei...
14.4.07 22:21


Ostern an der Rampe

Wenigstens kann ich mich heute nicht mit einer 0-Kilometer-Woche herausreden... der gestrige 30er, streckenweise in erfrischendem Unterzucker, hat doch tatsächlich eine gewisse Restmüdigkeit in den morschen Knochen hinterlassen.

Bleibt die Frage, warum ich ausgerechnet heute einen Wettkampf laufe. Vielleicht ist es die kurzfristig aufgetauchte Lücke im Terminkalender, die das Ganze so erfrischend macht. Außederm wollte ich schon letztes Jahr zum Osterlauf ins oberpfälzische Velburg, ziemlich genau zwischen Regensburg und Nürnberg an der A3 gelegen. Im Winter immer mal wieder Schauplatz diverser Schneekapriolen, aber jetzt zu Beginn des Frühlings ist das natürlich ganz anders.

Eine völlig unkomplizierte Nachmeldung ohne Hektik, ein Lauf ohne irgendwelches Eventgedöns und eine Strecke, die man durchaus als selektiv bezeichnen kann. 9 Kilometer und 160 Höhenmeter, außerdem kann man auch die verkürzte Variante mit 6,4 Km laufen.

Start auf breitem Schotterweg, etwas Hektik, aber nicht schlimm und schon nach 200 Metern der erste Anstieg, der die allzu schnellen Starter ruckizucki wieder einbremst. Wieder runter und nach Kilometer 1 der erste wirkliche Anstieg, nach dem das Feld dann ordentlich sortiert ist - so dass einem fröhlichen Lauf nichts mehr im Wege steht.

Ja es ist tatsächlich Frühjahr. Die Mücken, Fliegen und sonstiges Drecksinsektentum fliegen wieder durch die Lüfte und der eine oder andere Proteinbatzen fliegt mir durch die scheinbar scheunentoroffene Schnute direkt in den Rachen. Sorgt diesmal für zwei kurzzeitige Aussetzer samt deutlicher Spuckerei, aber wenigstens hat mich das nicht wesentlich aus dem Tritt gebracht.

Da sind die Anstiege von der Wirkung her schon deutlicher. Auf dem Hinweg gibt es davon zwei, letzterer zum Glück im schattigen Wald, denn auf den Feldern brät die Sonne schon wieder ganz nett auf die Rübe. Und sobald der Wind dann im Rücken ist, wird's wirklich warm.

Egal, die Bambiniultrakurzstreckensprinter biegen rechts ab und wir dürfen nun auf die Extrarunde runter zur Autobahn. Und es geht richtig runter. Weiowei, das gibt auf dem Rückweg ne richtige gute Steigung, denn rein aus topographisch-logischen Gründen müssen wir die Höhenmeter ja wieder rausholen...

Unter der A3 durch zu einem Reiterhof und dann rechts ab. Ganz leichte Steigung, nichts ernsthaftes, ich komme wieder an die Kollegen ran, die mich auf dem langen Gefällstück erwartungsgemäß überholt haben. Lustig, dass ich meine Vorläufer auf einmal fast über mir sehe. Erklärung: Eine Spitzkehre und danach geht es hammerhart gut 300 Meter bergauf, sensationell, nur etwas warm, da freies Feld...

Kurz durchschnaufen, denn es wird etwas weniger krass, ein Blick auf die Autobahn und die Drohung, dass jeder der in Zukunft mit mir die A3 fährt an dieser Stelle die gesamte Geschichte unaufgefordert erzählt bekommt...

Und wieder in den Wald, wieder steiler, nicht wirklich schlimm, aber langgezogen und am Ende werden es wohl alleine hier gut 80 Höhenmeter gewesen sein. Kilometer 7 und das Ding ist gegessen, nun geht es ewig lang wieder runter und ich gebe Gas, damit mich keiner mehr überholt. Der Rest ist dann wieder altbekannt, noch eine scharfe Kurve zum Ziel auf den Sportplatz, 37:21, na ja, könnte schlimmer sein, Becher Tee und vier Kekse gekrallt und ab nach Hause.

Fazit: Wahrscheinlich wäre ich heute sonst gar nicht laufen gegangen. Stattdessen ein richtig schöner Lauf. Empfehlenswert!

Und: Frohe Ostern!
7.4.07 20:38


Da haben wir ja nochmal Dusel gehabt!

Ausspruch eines Läufers, nachdem er das Anmeldebüro beim Forstenrieder Volkslauf verlassen hat. Viele andere Läufer wollen da erst noch rein. Weil der Gang im Vereinsheim für diese Menschenmenge schlichtweg völlig unterdimensioniert ist, bildet sich - ein Wunder der Warteschlangentheorie - eben eine solche. Und da stehen auch wir drin... Ergo hält sich die Begeisterung über diesen Spruch in Grenzen.

Aber nein, kein Gejammere. Es könnte ja auch regnen. Oder schneien. Oder richtig kalt sein. Ist es aber nicht. Also macht die Warterei nicht wirklich etwas aus. Zumal die Schlange nachher noch viel länger ist.

Vielleicht ein Hinweis für alle, die einen Leihchip benötigen. Den gibt's in der Mitte des Vereinsheims und man muss da genau hinsehen, um das in diesem Trubel mitzukriegen. Denn falls man das übersieht und sich durch das Gedränge zu den einzelnen Anmeldeschaltern kämpft, wird man postwendend dahin zurückgeschickt. Für alte Säcke wie uns ist das glücklicherweise kein Thema. Wir haben den Chip ja quasi schon ans Fußgelenk getackert.

Ein letzter organisatorischer Seitenhieb auf die etwas beengte Parkplatzsituation und nun beginnt der eigentliche Lauf. Kalt ist es heute, und windig. Die 2 Grad fühlten sich in der windgeschützten Einfahrt doch deutlich moderater an - aber hier im Süden Münchens erwischt uns der Wind mit voller Wucht. Also mal ein wenig wärmer anziehen, obwohl die Strecke ja durch den Wald führt...

Einspruch, Euer Ehren, möchte man rufen, denn insbesondere der Rückweg auf der 10 Km-Strecke führte bei vollem Gegenwind über einen nahezu baumfreien Streckenabschnitt. Und auch sonst läuft man hier nur schwer eine Bestzeit, leichte Wellen und auch einige harsche Kurven.  Aber warum auch nicht. Es ist ja schließlich ein Volkslauf. Kein Event mit dem üblichen Gedöns, sondern ein ganz normaler Lauf durch die Wälder. Unterwegs sogar mit Verpflegungsstellen, prima organisiert und das vergleichsweise hohe Startgeld schockt in München auch niemanden so richtig.

Zu Beginn, gleich 100 Meter nach dem Start eine hübsche 90Grad-Kurve nach links, weitere 100 Meter später ab in ein Waldstück mit schlammigem Matschweg, den man allerdings nach gut 500 Metern schon wieder gegen schicken Asphalt tauschen kann. Wer dann noch die Kurve mit der Riesenpfütze problemlos schafft, darf sich über fast vier schöne Kilometer in Richtung Süden freuen, leicht bergan, mit Rückwind gut zu laufen...

Isostelle und rechts ab, danach geht es sauber bergab und spätestens hier ist klar, dass es sich nicht um einen Flachkurs handeln kann. Zurück dann über einen Schotterweg - wie schon erwähnt, bei vollem Gegenwind. Hier verabschiedete ich mich auch mal wieder von der sub40, macht ja nichts, die Saison ist noch lang und ein guter 10er reicht für die Roadrunnerwertung des heimischen Laufvereins ja vollkommen aus...

Noch ein paar Meter zusammen den Halbmarathonis und dann ab nach Hause. Große Positionskämpfe gibt es nicht und mit einer 40:36 komme ich dann tatsächlich noch im ersten Zehntel(!) des Feldes in Ziel...


1.4.07 17:04


Unterzuckert im Windkanal - Halbmarathon in Gröbenzell

Eigentlich laufe ich ja total gerne Halbmarathon. Eigentlich. Eigentlich immer dann, wenn ich gut trainiert bin. Das trifft aktuell nicht zu, also sollte man ggf. die Finger von solchen Wettkämpfen lassen und stattdessen mal wieder einen gemütlichen 35er machen.

In der Praxis sieht das natürlich anders aus. Also die Klamotten ins Auto geworfen und nach Gröbenzell gefahren. Anreise unspektakulär.

Der Kurs in dieser Münchner Vorstadt ist gar nicht mal schlecht, drei Runden mit einer Pendelstrecke. Die Wende ist als Runde durch eine Wohnsiedlung konzepiert, d.h. das lästige Abstoppen für den 180-Grad-Turn entfällt, durchaus clever gemacht. Flach ist der Kurs eigentlich auch, zumindest "bayerisch flach".

Ich überlegte ja schon letztes Wochenende in Münster mir mal wieder neue Schuhe zu kaufen, denn die derzeit im Einsatz befindlichen Exemplare wirken schon a bissi ungedämpft. Mit der Folge, dass die Beine heute schon wieder bei Kilometer 2 schwer wurden. Analog zu Oettingen vor zwei Wochen, jedoch im Gegensatz zu Münster. Da waren die Beine trotz schnelleren Tempos kein Thema.

Was soll's, das Thema 1:30 war nach der ersten Runde gegessen. Glatte 30 Minuten. Erstaunlicherweise ging es dann etwas lockerer. Nicht wirklich schnell, aber die Passage am Gröbenbach entlang - leicht bergan und mit vollem Gegenwind - machte sogar Spaß. 30:26 für die zweiten sieben Kilometer waren jetzt auch nicht wirklich schlecht.

Blieb noch die Schlußrunde. Mit einem Mal wurden die Beine völlig kraftlos, die Straße am Gröbenbach zog sich entlos und spätestens bei Kilometer 19 war der Akku völlig leer. Wie man das mit zwei Pizzas vom Vortag bei einem Halbmarathon hinkriegen kann? Keine Ahnung. Auf jeden Fall kostete mich das nochmal gut zwei Minuten und so kam ich dann mit 1:33:32 auf den 58. Platz im Gesamtklassement.

Ganz schnell abhaken, zur örtlichen Tankstelle fahren, dort die Süßwarenabteilung plündern und ab nach Hause. Nicht wirklich gut, aber auch ein 35er wäre heute nicht wirklich klasse ausgegangen.
18.3.07 15:56


10 Km in Münster - immerhin ne warme Dusche

Das Wochenende im heimischen Ruhrgebiet bietet mal wieder Gelegenheit, etwas westfälische Wettkampfluft zu schnuppern, somit geht es Samstagnachmittag nach Münster zum dortigen Straßenlauf vom LSF Münster.

Anfang März ist es dort eigentlich immer nur kalt, saukalt oder total saukalt und das Ganze wird unterstützt von wahrlich kräftezehrendem Wind. Diesmal nicht. Diesmal scheint die Sonne, es ist frühlingshaft warm, der Wind nur mäßig und irgendwie ist das dann alles gleich ganz anders.

Bei mir selbst genau umgekehrt. Vor zwei Jahren nach chaotischer Anfahrt durch den Wintereinbruch bei erbärmlichen Bedingungen bin ich dort meine bis heute gültige Halbmarathonbestzeit gelaufen, topfit und hochmotiviert.
Diesmal genau anders herum. Unkomplizierte Anfahrt und trotzdem völlig schlapp und unmotiviert. Immerhin ist es diesmal nur der 10er. D.h. nur zwei Runden um den Allwetterzoo, gut zu laufen mit nur einer Steigung.

Das Warmlaufen wieder einmal irgendwie schlapp. Wenig Training, viel Arbeit, irgendwie passt das mal wieder nicht zusammen, aber was soll's, ruckzuck ist der Startschuss da und 10 Kilometer läuft man ja immer irgendwie runter.

Funktioniert die ersten zwei Kilometer auch ganz gut. Traditionell ein ziemlich enges Gedöns am Anfang, denn der Weg durch den Park am Aasee ist nicht wirklich breit und da geht es schon ziemlich spannend zu. Kilometer 1 in 3:38, viel zu schnell, der zweite ist dann dafür im Plan. Kurz vor Kilometer 3 ist dann der Gegenwind vorbei und es geht auf dem Radweg parallel zur Straße entlang am Zoo vorbei.

Man sollte meinen, dass nun die Zeiten schneller werden, oder? Aber nicht in Münster. Kilometer 4 ist mit 4:12 deutlich langsamer und sorgt jedesmal wieder für Stirnrunzeln. Ist in der zweiten Runde dann übrigens wieder so. Kilometer 5 in 19:46, das ist nicht gut, aber auch nicht schlecht, blöd nur, dass die Beine schon ganz schön müde sind.

Und so wird die zweite Runde dann doch deutlich zäher. Ohne wirklichen Spaß, ohne Esprit, irgendwie überhaupt nicht toll. Die Sub40 ist bei Kilometer 9 endgültig gegessen und so freue ich mich auf die halbe Stadionrunde auf der diesmal - weil trocken - durchaus brauchbar zu laufenden Bahn. 40:17 sagt dann abschließend die Ergebnisliste.

Fazit? Zeit ist miserabel, aber nachvollziehbar. Es fehlt das Training. Ganz einfach. Andererseits: Keine Verletzungen und vor gut einem dreiviertel Jahr war ich in Mindelheim noch 2 1/2 Minuten langsamer.
18.3.07 15:37


Training wäre mal wieder angesagt

Null Wochenkilometer - keine gute Bilanz. Und die Wochen davor waren auch voller Ausreden, um nicht laufen zu gehen. Der letzte Trainingslauf vor einer Woche. Locker die 28 Kilometer auf der Standardrunde nach Berghausen runtergezuckelt. Und dieses Wochenende noch einmal so etwas? Irgendwie keine Lust und so musste dann doch wieder ein Wettkampf her...

Das ist Anfang März im wilden Süden nicht so ganz einfach. Der Samstag schied terminlich aus und mal ehrlich, das Wetter an diesem Tag hätte auf der windanfälligen Strecke in Schierling schon wirklich für Stimmung gesorgt.

Alternative: Sonntag. Strahlender Sonnenschein beim Rieskraterlauf in Oettingen, zwischen Nördlingen und Gunzenhausen im schwäbisch-fränkischen Grenzland gelegen. Zur Auswahl standen 5 und Halbmarathon und letzteres wäre doch ein gelungener harter Trainingslauf.

Kilometer 4 und die Knochenhaut am linken Bein zieht als würde sie in Fetzen vom Knochen hängen. Schon das Warmlaufen war anstrengend, muskulär fühlte ich mich wie 60, außerordentlich uncool. Nun überholt mich eine Gruppe ganz locker und ich komme mir noch langsamer vor, als ich sowieso schon bin... Aussteigen? Einen Moment denke ich dran, laufe dann aber doch in die zweite Runde...

Doch von Anfang an: Erreicht man Oettingen und das dazu passende Ortsschild wird man sofort auf den Parkplatz einer bekannten Discountkette geleitet. Den eigentlichen Veranstaltungsort erkennt man erst nach genauem Zurückschauen, denn er liegt außerhalb des Ortes. Alles außerordentlich familiär, ich bekomme die Startnummer 50 (als Nachmelder) und auch die 11 Euro sind ok.

Vier Runden über das freie Feld, fast flach, nur ein paar leichte Wellen drin... viermal über Nebenstraßen nach Bettendorf und viermal auf dem Radweg an der B466 entlang wieder zurück. Extrem windanfällig, aber das war heute kein Thema. Sonnenschein und mässiger Wind, also eigentlich ganz gute Bedingungen.

Das erste Kilometerschild sorgt gleich für Kopfschütteln. 4:56. Die Erklärung ist aber easy, denn der 5-Km-Lauf geht über nur eine Runde und der Start ist logischerweise fast 300 Meter weiter vorne. Also alles kein Problem. Meine Beine schon eher. Kilometer 2 und sie werden schwer. Kilometer 3 und sie tun weh. Weiowei, ich werde immer langsamer, Kilometerschnitt 4:35, raus oder nicht raus?

Doch es geht zum einen um die Ehre /*gröhl*/ und zum anderen um fette 21 Kilometer für die vereinsinterne Wertung. Also weiter. Und erstaunlicherweise verschwinden die Schmerzen dann wieder, die beiden nächsten Runden sind dann mit 22:30 nur unwesentlich langsamer als die erste.

Zum Schluß dann aber doch eine erhebliche Restmüdigkeit und von Lockerheit konnte wirklich keine Rede mehr sein. 1:30:10 sagen alles. Durchs Ziel durch, ab nach Hause und nachmittags auf dem Sofa eingepennt. Das kommt auch nicht alle Tage vor.
4.3.07 22:36


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