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Um eine Sekunde verbessert....

Es gibt Veranstaltungen, da passt eigentlich alles. Prima Organisation, schnelle Strecke, unkomplizierte Anfahrt, Zuschauer, Spaß, alles da. Nur die erreichten Zeiten lassen mich rätseln...

Dachau ist so ein Lauf. Die Veranstaltungen des ASV sind erstklassig und so dachte ich mir in diesem Jahr, der alljährliche 10-Km-Lauf Mitte August könnte ja mal dort absolviert werden. Die beiden anderen Möglichkeiten (Roth und Straubing) hatte ich ja bereits in den Vorjahren besucht.

Das Wetter schien günstig. Keine Hitzeschlacht, eher bewölkt, vielleicht sogar Regen, die Aussichten waren also nicht schlecht. Die Meldungen aus dem Verkehrsfunk schon eher. Urlaubsreisechaos auf der A9, es galt also ein paar altbewährte Schleichwege zu befahren, was letztendlich auch ganz gut gelang.

Ein paar Minuten in Dachau, einen Becher Kaffee zwecks Erreichen des "Hallo-Wach"-Status reingeschüttet und dann schon raus zum Einlaufen. Im Gegensatz zum Frühjahrslauf, der aus einer großen Runde über die Felder besteht, werden im August drei unterschiedlich lange Runden hintereinander gelaufen. Alles - bis auf eine Baustelle - vorbildlich asphaltiert und eigentlich auch flach.

Erste Runde ca. 2,3 Kilometer, Start ohne ernsthafte Probleme und zu warm war es uns auch nicht. Kurz vorher gab es nämlich einen richtigen Wolkenbruch, so dass wir alle klatschnass waren. Ich laufe einfach mal auf 38:59 an, nach der 39:18 in Pfaffenhofen wäre alles andere einfach feige (oder doch klug?) und das funktioniert in der ersten Runde auch ganz gut.

Km 3 in 11:40, absolut ok, aber das war es dann auch schon. Ob es nun die ganz leichte Steigung auf der Gröbenrieder Straße war oder doch nur das überzogene Anfangstempo, keine Ahnung. Auf jeden Fall holt mich der Km mit 4:07 böse wieder in die Realität zurück und auch die Zwischenzeit bei Kilometer 5 (19:45) sorgt nicht wirklich für gute Laune.

Und dann noch zum Schluss die ewig lange Gerade, die ich auch beim Frühjahrslauf schon so gehasst habe. Ende der zweiten Runde, irgendwie überhaupt keine Lust mehr, aber es geht noch einmal raus aus Dachau, wieder die Gröbenrieder Straße "rauf", fluchend, röchelnd, kämpfend und wieder zurück in den Ort.

Zumindest überholt mich auf den letzten 500 Metern niemand mehr und es reicht dann für eine 40:26. Genau eine Sekunde schneller als letztes Jahr beim Frühjahrslauf. Es ist ja einfach nur unterirdisch.

Fazit: War einfach nichts. Kann passieren. Und erstaunlicherweise war niemand mit seiner Zeit an diesem Tag zufrieden.
18.8.07 16:45


Das niederbayerische Himmelfahrtskommando

Als wäre der 10er in Dachau nicht schon schwer genug gewesen. Beim darauffolgenden langen Sonntagslauf auf den Altmühltaler Höhen kam uns tatsächlich die Idee, ein weiteres Highlight des bayerischen Sommerwettkampfkalenders zu besuchen, den Gäubodenvolksfestlauf im schönen Straubing.

Vielleicht war es nur die geistige Umnachtung zu so früher Stunde. Schließlich ist ein Trainingslauf morgens um 6 nur mit viel Kaffee durchzustehen. Eventuell war es aber doch der Sauerstoffrausch auf der "fast flachen" Strecke. Höhenkoller am Wäschehartl oder so... in Erinnerung an rauschende Feste dort vor zigtausend Jahren... doch egal, die Onlineanmeldung ging noch am selben Tag raus, denn in Straubing muss man die Kohle nicht vorher überweisen, sondern zahlt erst am Veranstaltungstag selbst...

Die neue Heimat im altbajuwarischen Kernland hat ja zweifelsfrei auch ihre Vorteile. Zum Beispiel die ganzen Feiertage. Während also der Rest der Republik am Mittwoch in die Arbeit stürmte, durften wir nach Straubing fahren. Zum Trost für all die berufstätigen Mitleser aus der alten Heimat: Wahrscheinlich sind wir vor Euch aufgestanden. Denn bereits um 6:50 fuhr der Abholservice namens Moister Maddin vor der Casa in der Südstadt vor und für 9 Uhr war bereits der Start angesetzt.

Letzteres hat auch seinen Sinn. Denn ein Großteil der Strecke führt baum-
und strauchlos über die Felder, bretteben, superschnell, aber eben auch
extrem witterungsanfällig. Da macht es sich schon gut, wenn der Tag
bewölkt anfängt. Kaum zu glauben, es waren 30 Grad und Sonne angesagt und dann Wolken. Kurz vor dem Start nieselte es sogar ganz
leicht - einfach perfekt.

Anlauftempo exakt wie in Dachau. Und es lief genauso schief wie am
Samstag zuvor. Die ersten drei Kilometer perfekt und dann zerbröselte
es mich bei einem Überholmanöver etwa bei Kilometer 4. Der Rest ist
schnell erzählt, bis Kilometer 8 verrannen die Sekunden wieder einmal
Stück für Stück, doch wenigstens die letzten beiden Schlusskilometer
waren dann wieder akzeptabel (d.h. zumindest unter 4:00).

Und überholt hat mich dann auch niemand. Kunststück, die schnellen
Leute waren ja schon längst an mir vorbei gezogen. Aber ein Blick nach
hinten, ob irgendwelche Läufer aus dem Landkreis nicht eventuell doch
noch auf mich auflaufen könnten, musste dann doch sein.

Ins Ziel mit 40:07, ach ja, macht nichts, hauptsache ein schneller Lauf.
Brezn essen, Tee trinken, Duschen, ab nach Hause. Vorbei an vielen
Voilksfestbesuchern und dem dazugehörigen Stau. Und pünktlich beim
Verlassen des schönen Straubings scheint dann auch die Sonne und
es wird noch ein richtig heisser Tag. Perfektes Timing. Schöner Lauf!


19.8.07 10:29





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