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Halb ist lang genug...

Wie soll man eine 1:30:32 beim Halbmarathon in Wien einstufen? Positive Denkweise vorausgesetzt könnte ich jetzt sagen, vor genau einem Jahr in Ingolstadt war ich nochmal neuneinhalb Minuten langsamer und bin mit Unterzucker völlig fertig ins Ziel gedackelt...

Da war der Zieleinlauf am Sonntag auf dem Heldenplatz in Wien doch deutlich stilsicherer. Eigentlich auf Marathon gebucht, doch der Trainingsrückstand der letzten Wochen ließ mich schnell mit der halben Distanz Freundschaft schliessen. In Wien kein Problem, man läuft einfach nach der Hälfte ins Ziel, nimmt eine kleinere Medaille in Empfang (ich sammel das Altmetall sowieso nicht) und hat es dann geschafft.

Schön war das. Genau richtig. Denn die ganze Distanz wäre aufgrund der doch latent vorherschenden Wärme nicht wirklich spannend gewesen. So bezieht sich die Beschreibung der Strecke also nur auf die ersten einundzwanzig Kilometer.

Der Start am anderen Donauufer ist klasse. Kenianische Verhältnisse, ich stehe im blauen Block (und gehöre da auch hin) weit vorne, so dass ich nach fünf(!) Sekunden über die Matte bin... Über Friedensbrücke und Praterstern geht es zum Warmlaufen in den Prater selbst, noch schattig, ohne Gedränge, schön zu laufen...

Na so wirklich toll fühle ich mich nicht, aber das macht nichts, denn irgendwie bringe ich das so durch und laufe auf sub 1:30 an, das ist so etwa 4:10 - 4:15... Klappt auch ganz gut, Km 5 in 20:55, raus aus dem Prater, am Ufer des Donaukanals entlang, sonnig, aber nicht schlimm, weiter in die Innenstadt... schöne Stadt.. wirklich schön...

Innenstadtring, stilvoll und schattig, ab und zu etwas klassische Musik, Zuschauer durchaus vorhanden, dann links weg und auf der linken Wienzeile am Naschmarkt vorbei hoch zum Schloß Schönbrunn.

Genau, das Zauberwort lautet "hoch"... denn es geht zwar nur leicht, aber mehrere Kilometer ständig bergauf, schattenlos, schwitzend und man möchte sich gar nicht vorstellen, wie das hier bei richtiger Hitze abgehen würde...

Flexibel wie ich nun einmal bin, hake ich bei Kilometer 16 auch die 1:30 ab, macht aber auch nichts, es geht jetzt nur noch bergab zum Heldenplatz, womit nur die Straße, nicht aber mein Zuckerspiegel gemeint ist...

Noch etwas Stimmung bei der Verpflegungsstelle etwa bei Kilometer 17, denn es gibt auch im Bereich von 1:30, d.h. 3:00 über Marathon tatsächlich so Spaßvögel, die mitten in der Isostelle stehen bleben und sich dann auch noch wundern, wenn sie von hinten fast über den Haufen gelaufen werden... sanftmütig wie ich ja generell bin, beließ ich es bei einer mündlichen Verwarnung "oh Mann, nicht stehen bleiben"... und die hochdeutsche Antwort "Halt die Fres..." zeigte auch, dass der Adressat die mahnenden Worte meinerseits korrekterweise auf sein unverzeihliches Fehlverhalten bezogen hatte ... schön...

Fröhlich pfeifend bzw. röchelnd noch die letzten Kilometer zur Hofburg runter, durchs Ziel durch... und geradewegs der Radioreporterin von "Arabella Wien" vor das Mikro gestolpert....

... "und was machen Sie jetzt als Erstes?"...
... "Meine Frau suchen und dann duschen gehen..."

Mal ehrlich, was soll ich denn sonst machen?

Egal. Es war schön. Und natürlich könnte ich jetzt noch die Fotos vom Heurigenbesuch unserer Lauftruppe hier reinhängen. Mach ich aber nicht. Versprochen.

Stattdessen Grüße an die Laufkollegen Maddin und Steffen sowie den sibirischen Winzer, der mit seinem Zweigelt den Abend so lustig machte...

1.5.07 19:54
 


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