Startseite
  Über...
  Archiv
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


http://myblog.de/nachderkurve

Gratis bloggen bei
myblog.de





Neulich im Startblock...

war langes Warten angesagt. 15 Minuten vor Start sollte man sich in Stuttgart beim Halbmarathon schon einfinden. Das ist schon klar. Ist ja immerhin einer der größten Halbmarathonläufe in ganz Deutschland.

Dumm nur, wenn dann der Start um weitere 25 Minuten verschoben wird, weil die Strecke nicht freigegeben werden kann. Man hört so gerüchteweise etwas von einem LKW, der wohl unpassend steht und da deshalb kein Startschuss erfolgt, warten wir eben weiter. In der prallen Sonne. Auch das mag ich nicht besonders. Aber was soll man machen?

Dabei hat bisher alles reibungslos funktioniert. Anfahrt problemlos, Auto auf dem riesigen Parkplatz am Gottlieb-Daimler-Stadion abgestellt, Startnummer geholt, etwas warmgelaufen, eigentlich prima. Und dann steht man hier wie Falschgeld rum. Zeit zum Grinsen. Andere hingegen sitzen schon leicht genervt auf dem Boden. Und auch leichte Unmutsäußerungen machen die Runde. Köstlich!

Natürlich geht es dann irgendwann doch auf Strecke. War doch klar. Die Müdigkeit in den abgekühlten Muskeln hält sich in Grenzen und es geht auf einer ewig breiten Straße Richtung Süden. Die ersten beiden Kilometer sind zu schnell, 3:55 und 8:00, aber egal.

Die heutige Taktik ist schnell erklärt, sie ist nämlich wie bei fast jedem Halbmarathon in diesem Jahr, Kilometer zwischen 4:10 und 4:15, so dass ich irgendwie sub 1:30 reinkomme. Je nach Fähigkeit zur Endbeschleunigung (Bad Füssing, 1:25) oder zum Unterzucker (Gröbenzell, 1:33) ist die Bandbreite der zu erreichenden Zeit beträchtlich.

Egal, es geht um eine 180 Grad-Kurve unter den Bahngleisen hindurch wieder parallel zu den Gleisen hoch nach Bad Cannstatt. Auf den folgenden Kilometern darf man nun die meisten Höhenmeter dieses Kurses laufen, aber die Zeiten passen, immer so um 4:10. Und der eine oder andere schattige Abschnitt ist auch dabei, so dass die Sonne uns noch nicht voll erwischen kann. Kilometer 5 bei 20:24 - heieieieiei - und bei Kilometer 6 sind wir oben. Sogleich geht's wieder kräftig runter zum Neckar, den wir aber nicht überqueren.

Nun wird es fein. Und so ganz verstehe ich nicht, warum der Lauf evtl. in 2008 durch die Innenstadt gehen soll. Denn der Abschnitt bis Kilometer 14 ist absolut toll, Weinberge rechts, der Neckar links, die Straße gut zu laufen und ziemlich flach, wunderschön! Und es läuft gut, die Ortsteile fliegen nur so vorbei. Kilometer 10 in 41:06, 4:07er-Schnitt, mal sehen, wie lange das hält...

Ziemlich genau bis zu Kilometer 14 läuft es so weiter. Auf der westlichen Seite wieder Neckaraufwärts, schmale Straße, trotzdem sensationell gut zu laufen. Im Ortsteil Münster kommt die erste Müdigkeit. Und auf der Neckartalstraße dann ein genauer Blick auf die Uhr: 57:24. 

Das bedeutet, dass ich mit 1:27 reinkomme, wenn ich die letzten 7 Kilometer in 30 Minuten laufe. Macht 4:17er Schnitt. OK, das muss machbar sein. Zulegen - wie seinerzeit in Füssing - kann ich jetzt aber auch nicht mehr. Die Gruppen wechseln ziemlich durcheinander und es entwickelt sich ein heiteres Rennen. Über die Neckarbrücke wieder zurück, die beiden folgenden Kilometer laufen besser, aber so 2, 3 Sekunden weniger sind dann doch nicht drin.

Wieder zurück in Bad Cannstatt zieht mich eine Sambaband am Ende einer langen Gerade nochmal richtig mit und das mit den Zuschauern an der Strecke war schon prima. Ein paar kräftige Ecken und Kurven sowie eine unerwartete Steigung lassen mich die 1:26 ad acta legen und auch der Rest der Strecke dauert ziemlich lang.

Zum Schluss dann noch der Einlauf in das Stadion des amtierenden deutschen Fußballmeisters. Gefühlte 96 Grad auf der Tartanbahn, in 1:27:14 durch und erst mal ab in den Schatten. Dazu ein paar Becher Wasser, die restliche Verpflegung ist gut versteckt wohl unter der Untertürkheimer Fankurve (ich habe sie jedenfalls nicht gefunden). Macht aber auch nicht wirklich etwas, nach einem Halbmarathon brauche ich eh nicht so viel.

Und außerdem gibt's ja noch ein privat gesponsertes Erdinger Alkoholfrei von meinem guten alten Kumpel Gerd, der eigentlich ja auch mitlaufen wollte, dies aber aufgrund von fehlenden Trainingskilometern dann doch bleiben ließ. Obwohl das ne prima Vorbereitung für Tübingen gewesen wäre. Sei's drum, das Weizen war superkalt und wir plauderten noch über vergangene Zeiten in gemeinsamen IT-Projekten und über die nächsten Läufe, so dass die Zeit ruckizucki vorbei ging.

Fazit: 1:27 ist derzeit absolut ok. Die Müdigkeit im letzten Drittel muss ich wohl akzeptieren, da fehlen noch die Grundlagen. Und der Lauf war richtig  schön und ist sicherlich auch in den Folgejahren mal wieder dran....
25.6.07 22:22
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung